Die Projekte

Hier finden sich die von SKala geförderten Projekte. Sobald es weitere Förderprojekte gibt, werden diese in der Übersicht abgebildet.

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erinnern und engagieren

Anne Frank Zentrum e. V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung zählen zu den drängenden Problemen unserer Gesellschaft. Das Anne Frank Zentrum qualifiziert und betreut schon seit vielen Jahren bundesweit Jugendliche, die sich dagegen engagieren und für Demokratie einsetzen. Angesprochen werden Jugendliche, die zuvor als Peer Guides in einer Anne Frank Wanderausstellung aktiv waren.

Das Anne Frank Zentrum vermittelt diesen Jugendlichen Wissen und Kompetenzen, die ihnen dabei helfen, in ihrem lokalen Umfeld eigenständig Projekte umzusetzen. In einem Festakt werden sie dafür jährlich am 12. Juni, zu Anne Franks Geburtstag, als Anne Frank BotschafterInnen ausgezeichnet.

Im Projekt "erinnern und engagieren. Anne Frank BotschafterInnen für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie" soll diese erfolgreiche Arbeit weitergeführt, ausgebaut und professionalisiert werden. Unter anderem werden Angebote für die Zeit nach der BotschafterInnen-Ehrung entwickelt, um die Jugendlichen weiterzubilden, zu vernetzen und ihre Motivation zu weiterem Engagement zu stärken.

Ein Highlight des Projekts ist der Anne Frank Tag, der ab 2017 jährlich zu Anne Franks Geburtstag bundesweit stattfindet, und von einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne begleitet wird. Dazu entwickelt das Zentrum Aktionen für das Erinnern und für Engagement, an denen sich tausende Jugendliche beteiligen können.

Das Anne Frank Zentrum erhielt 2013 für das Ausstellungs- und Botschafterprojekt "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" das PHINEO-Wirkt-Siegel.

Gauklerzentrum

ESTAruppin e.V.

  • Inklusion & Teilhabe

Im ländlich geprägten Landkreis Ostprignitz-Ruppin leben viele von Armut bedrohte Kinder und Jugendliche. Überdurchschnittlich häufig ist ihre Entwicklung beeinträchtigt durch Bewegungsmangel sowie sprachliche und motorische Defizite. ESTAruppin e.V. hat seit 2009 in neun Orten des Landkreises ein dezentrales Zirkusprojekt aufgebaut. Ein attraktives Freizeitangebot, das soziale, motorische und mentale Kompetenzen fördert und damit zur Integration in anderen Lebensbereichen wie etwa Schule beiträgt. 2014 erhielten die Zirkus- und Gauklerkids dafür das PHINEO-Wirkt-Siegel.

Mit dem Aufbau des Gauklerzentrums in Neuruppin bekommt das entwicklungsfördernde Angebot für Kinder und Jugendliche einen zentralen Ort. Neue Trainings- und Beschäftigungsangebote und intensive Talentförderungen werden entwickelt, die die Zirkusarbeit noch attraktiver machen. Mit dem Gauklerzentrum wird das Angebot für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrungen sowie aus eher bildungsnahen Familien geöffnet. So werden die sozialen Lernchancen und die integrative Wirkung des Projekts gesteigert. Die bisherigen Aktivitäten wie das jährliche Zirkuscamp werden erweitert und verbessern ebenfalls die Startchancen von 280 Kindern und Jugendlichen.

Das Gauklerzentrum entwickelt mit regionalen Schulen alternative Bewegungskonzepte, mit denen die positive Wirkung der Zirkuspädagogik auf den Unterricht übertragen wird; bis zu 100 SchülerInnen erhalten regelmäßig Unterricht im Gauklerzentrum.

Skalierung von PIKSL-Laboren

In der Gemeinde leben gGmbH

  • Inklusion & Teilhabe

Die digitale Informations- und Kommunikationstechnologie ist ein fester Bestandteil der Lebenswelt geworden. Menschen, denen eine so genannte geistige Behinderung bzw. Lernschwierigkeit zugeschrieben wird, können die damit verbundenen Informationsressourcen und Medien trotz ihres deutlichen Wunsches von diesen zu profitieren, häufig nicht nutzen.

PIKSL steht für "Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben". Die PIKSL Labore sind Orte inklusiven Lernens und Arbeitens, die neben dem Aufbau von Medienkompetenz in Form von Beratungs- und Kursangeboten auch die Durchführung interdisziplinärer Forschungs- und Entwicklungsarbeit bieten.

Ziel ist es, digitale Barrieren und Komplexität im Alltag für alle Menschen zu verringern. Dabei wird Behinderung als Kompetenz verstanden, denn die PIKSL-Mitarbeitenden sind ExpertInnen im Abbau von Komplexität. Sie kennen Hürden aus eigener Erfahrung und haben oftmals Strategien entwickelt, diese zu umgehen. Diese Fähigkeit fließt in die Peer-Beratungsangebote und die gemeinsame Arbeit an sozialen Innovationen mit ein. Der Ansatz wurde von PHINEO 2014 mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet.

Mit der SKala-Förderung wird zunächst eine Machbarkeitsstudie für die Verbreitung des erfolgreichen Ansatzes entwickelt. Ziel ist es, ein Netzwerk an PIKSL Laboren aufzubauen.

HOPE

RheinFlanke gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Seit 2010 kamen mehr als 13.000 Flüchtlinge in die Stadt Köln. Insbesondere junge Flüchtlinge brauchen Unterstützung und Förderung, um sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden. Hier setzt das Projekt HOPE der RheinFlanke gGmbH an. Ein Vorgängerprojekt wurde von PHINEO 2015 mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet.

Das Integrationsprogramm bietet Flüchtlingen Berufsorientierungs- und -qualifizierungsmaßnahmen und schafft so neue Zukunftsperspektiven. Über verschiedene Sport- und gruppenpädagogische Angebote, wie zwei integrative Fußballmannschaften, Tanz- und Fitnesskurse, wird ein Vertrauensverhältnis zu den jungen Menschen aufgebaut. Auf dieser Basis werden dann für alle Projektteilnehmenden individuelle Hilfspläne erstellt; in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und dem Integration Point der Stadt Köln umgesetzt. Ziel ist dabei immer die Integration in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt. In den parallel stattfindenden Sportangeboten erlernen die Teilnehmenden wichtige Schlüsselkompetenzen.

Momentan werden über 100 geflüchtete junge Menschen intensiv betreut. Doch der Bedarf an individueller Förderung ist viel höher. Mit der Spende der SKala-Initiative werden weitere Mitarbeitende beschäftigt, um in Zukunft noch mehr und besser helfen zu können. Auch am RheinFlanke-Standort in Berlin startet HOPE im Januar 2017 mit einem auf die Stadt angepassten Angebot – damit skaliert die RheinFlanke ein erprobtes Projekt in der Hauptstadt.

Neue Impulse, Bewährtes umsetzen (Nimbus)

Deutsches Bündnis gegen Depression e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Depressionen gehören zu den am meisten unterschätzten Erkrankungen. Von den jährlich 5,3 Mio. betroffenen Menschen in Deutschland erhält nur eine Minderheit eine optimale Therapie.

Das Deutsche Bündnis gegen Depression e.V. (2011 ausgezeichnet mit dem PHINEO-Wirkt-Siegel) setzt sich für eine bessere Versorgung depressiv erkrankter Menschen ein. Mit Aufklärungskampagnen, Fortbildungen für Hausärzte und Multiplikatoren sowie Angeboten für Betroffene und Angehörige soll das Wissen über die Erkrankung erweitert und Vorurteile abgebaut werden. Darüber soll Suiziden und Suizidversuchen vorbeugt werden.

Mit der Kampagne im Pilotprojekt "Nürnberger Bündnis gegen Depression" konnte die Zahl suizidaler Handlungen in 2001 und 2002 um 24% gegenüber dem Ausgangsjahr und einer Kontrollregion gesenkt werden. Dieser Erfolg hat zu zahlreichen Anfragen anderer Regionen in Deutschland sowie weiterer europäischer Länder nach dem Konzept und den Materialen geführt. Vor diesem Hintergrund wurde 2003 das Deutsche Bündnis gegen Depression gegründet, das mittlerweile 80 regionale Bündnisse gegen Depression bei der Planung und Durchführung lokaler Kampagnen unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe unterstützt.

Das Projekt "Neue Impulse, Bewährtes umsetzen (Nimbus)" soll das Netzwerk ausbauen und den Verein weiterentwickeln. Zudem werden die Angebote für betroffene Menschen im Bereich des onlinebasierten Selbstmanagements erweitert.

Inklusive Klettergruppen für Menschen mit und ohne Behinderung

"Ich will da rauf!" e.V.

  • Inklusion & Teilhabe
  • gefördert seit: September 2016
  • Fördersumme: 547.000 €
  • www.iwdr.de

In Deutschland leben ca. 10 Millionen Menschen mit einer Behinderung, davon sind 7,5 Millionen schwerbehindert (Stand 2013). Viele leben in einer Parallelwelt, in der sie unter sich bleiben und wenig Kontakt zu Menschen ohne Behinderung haben.

Seit 2008 organisiert der Verein "Ich will da rauf!" betreute inklusive Klettergruppen und schafft dadurch wichtige und konkrete Begegnungsmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderung in München. Gemeinsam erleben sie die Freude am Klettern - egal, wie alt sie sind, egal, welche Behinderung sie haben. Alle profitieren von den therapeutischen Effekten des Klettersports und werden für den Alltag gestärkt. Gegenseitige Vorurteile und Berührungsängste werden abgebaut, denn alle erkennen schnell: Es gibt eine Gemeinsamkeit, nämlich die Leidenschaft am Klettern. Behinderung wird zur Nebensache.

Das Projekt erhielt 2014 das PHINEO-Wirkt-Siegel.

Über 100 Kletterbegeisterte in 11 Klettergruppen profitieren schon von diesem inklusiven Freizeitangebot. Die Förderung macht es möglich, dass weitere Gruppen und Begegnungsangebote wie Kletterausflüge und Ferienklettern geschaffen werden. Außerdem werden inklusive Klettergruppen für Flüchtlinge mit Behinderung entstehen. Die Förderung trägt dazu bei, dass wichtiges Personal eingestellt werden kann, um die Nachhaltigkeit des Gesamtprojektes zu sichern.

Marzahn21

Straßenkinder e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Bis zu 70% der unter 18-jährigen im Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf wachsen in Familien auf, die von Harz-IV betroffen sind und in denen Eltern oft nur niedrige Bildungsabschlüsse haben. Die Arbeitslosenquote des Bezirks liegt auf einem der vordersten Plätze in Berlin. Diese Startbedingungen wirken sich negativ auf Bildungsabschlüsse, Gesundheit und Lebensperspektiven von Kindern aus. Oft werden Elternkarrieren wiederholt. Harz IV gilt als legitimer Berufswunsch.

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen und die Chancenungleichheit der Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern, brauchen sie zusätzliche und ganzheitliche Unterstützung. Diese bekommen sie durch das Projekt "Marzahn21" im Kinder- und Jugendhaus BOLLE. Hierbei werden Bewegungsförderung und Freizeitgestaltung sinnvoll mit Bildungs- und Kompetenzförderung verbunden. Täglich finden Angebote wie Nachhilfe, Berufscoaching, Sozialtrainings, Ausflüge, Sport usw. statt. Dadurch werden die Kinder und Jugendlichen umfassend in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Für diesen Ansatz erhielt der Straßenkinder e.V. 2015 das Wirkt-Siegel.

Ziel ist es, dass 200 Kids im Rahmen der Projektlaufzeit erfolgreich unterstützt werden, insbesondere in den Bereichen Bildung und Ausbildungsförderung. Durch das Projekt "Marzahn21" sollen sie ihr späteres Leben selbstbestimmt gestalten. Die Skala-Förderung ermöglicht es, die bisherige Arbeit quantitativ und qualitativ entscheidend weiterzuentwickeln und damit dem hohen Bedarf vor Ort gerecht zu werden.

Fit und Schlau – von Anfang an

Morus 14 e. V.

  • Inklusion & Teilhabe

Familien aus über 30 Nationen leben im Rollbergviertel in Berlin-Neukölln. Die meisten davon sind sozial schwach. Weil es den Kindern aus diesen Familien an häuslicher Unterstützung mangelt, haben sie häufig schon in der Grundschule erhebliche Probleme, Anschluss zu halten. MORUS 14 will das ändern – mit dem Pilotprojekt "Fit und Schlau – von Anfang an", das ab Herbst 2016 an der Regenbogen-Grundschule startet.

Eine Klasse von Schulanfängern wird bis zum Ende der Grundschule durch ehrenamtliche MentorInnen begleitet. Etwa 25 Kinder und 25 Patinnen und Paten treffen sich mindestens einmal wöchentlich, über mehrere Jahre. Sie üben lesen und schreiben; spielen und machen gemeinsam Ausflüge. Auf diese Weise werden die MentorInnen zu Vertrauenspersonen, die den Kindern Bildung und Kultur nahebringen.

Ziel ist es, soziale Kompetenzen zu fördern, Bildungsdefizite auszugleichen und den Heranwachsenden eine Perspektive abseits von Sozialleistungen zu zeigen. Denn Studien beweisen: Eine Förderung wirkt umso nachhaltiger, je früher sie stattfindet. Um das zu untermauern, wird "Fit und Schlau – von Anfang an" wissenschaftlich begleitet.

"Fit und Schlau" ist ein Folgeprojekt des bereits seit 2003 sehr erfolgreich laufenden "Netzwerk Schülerhilfe Rollberg", das u.a. mit dem Wirkt-Siegel von PHINEO ausgezeichnet wurde.

Welcome Work

Perspektiva gGmbH

  • Inklusion & Teilhabe

Im Landkreis Fulda leben heute fünfmal so viele Flüchtlinge wie im Jahr 2010. Viele von ihnen sind jung, und die allermeisten ohne berufliche Perspektive. Zwar lernen die Jugendlichen in eigens eingerichteten Intensivklassen deutsch, Berührung zum Arbeitsmarkt ergeben sich jedoch nur gelegentlich. Dabei zeigen Untersuchungen: Wer ein konkretes Berufsziel verfolgt, lernt leichter – und wer einen Job hat, integriert sich schneller.

Hier setzt das Projekt "Welcome Work" der Perspektiva gGmbH an. "Welcome Work" trägt dazu bei, dass junge Flüchtlinge eine Jobperspektive entwickeln. Hierfür verbringen die Jugendlichen, ergänzend zum Schulbesuch, einen Tag in der Woche mit ihrer individuellen Berufsplanung.

Im ersten Schritt ermitteln sie mithilfe von SozialarbeiterInnen und Berufsexperten, welche Talente in ihnen stecken und welche beruflichen Interessen sie haben. Danach absolvieren sie – im zweiten Schritt – ein begleitetes, betriebliches Praktikum in einem der einhundert angeschlossenen Partnerbetriebe von Perspektiva.

Ziel des Projekts ist es, dass die Jugendlichen parallel zum Schulabschluss auch einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben. Denn eine gute Ausbildung ist die beste Voraussetzung für eine gelingende Integration.

Für die erfolgreiche Arbeit mit jungen Menschen mit Behinderung, die Hilfe beim Einstieg in die Arbeitswelt brauchen, erhielt Perspektiva im Jahr 2014 das PHINEO-Wirkt-Siegel.

Demenz Partner

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

  • Inklusion & Teilhabe

Etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von Demenz betroffen. Doch obwohl sich Demenz zu einer Volkskrankheit entwickelt hat, wissen nur die Wenigsten, was Demenz ist und wie man einem Erkrankten begegnet. So berichten Angehörige von Anzeigen und Hausverboten, weil ihr demenzkranker Vater vergessen hat, im Supermarkt zu bezahlen. Verständlich, dass sich Erkrankte wie Angehörige daher vor allem eines wünschen: Aufklärung!

Aus diesem Grunde bietet die Deutsche Alzheimer Gesellschaft seit 2010 Schulungsmaterialien u.a. für PolizistInnen oder VerkäuferInnen im Einzelhandel an. Die Materialien haben sich bewährt; eine Evaluation bestätigte deren Wirkung. Weil aber bislang das Geld fehlte, fanden die Schulungen nur unsystematisch und vereinzelt statt.

Mit der Kampagne "Demenz Partner" soll sich das ändern: Anstelle punktueller Einzelmaßnahmen wird es eine bundesweite Aufklärungskampagne geben. Darüber hinaus werden flächendeckend Schulungen angeboten und weitere Zielgruppen angesprochen – Mitarbeitende in Verkehrsbetrieben in etwa.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft erhielt 2011 für ihr Projekt "Alzheimer-Telefon" – das Telefonseelsorge, Lebenshilfe und Beratungsstelle vereint – das PHINEO-Wirkt-Siegel.

PHINEO ist Mitglied der