Die Projekte

Hier finden sich die von SKala geförderten Projekte. Neu in Förderung genommene Projekte werden zeitnah in der Übersicht abgebildet; kleinere Verzögerungen liegen in der Natur der Sache. 

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Für Menschen das Bestmöglichste erreichen! Der SkF Freiburg als evidenz-und wirkungsorientierte Organisation

Sozialdienst katholischer Frauen Freiburg e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung
  • gefördert seit: Februar 2019
  • Fördersumme: 477.486,61 €
  • skf-freiburg.de

Nicht selten stehen Non-Profit-Organisationen vor der Herausforderung, dass sich gesellschaftliche Herausforderungen wandeln, Zielgruppen sich verändern. Angebote müssen angepasst werden, um weiterhin etwas zu bewirken. Doch häufig gibt es im engen Korsett öffentlicher Finanzierung nicht genügend Spielräume für die fachliche Weiterentwicklung.

Vor dieser Herausforderung stand der Sozialdienst katholischer Frauen Freiburg - ein Frauenfachverband und Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Mit SKala hat die Organisation die Chance, das gesamte Angebot wirkungsorientiert zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Rund 60 pädagogische Fachkräfte nehmen an zehn Praxis-Optimierungs-Zyklen teil. Die Fachkräfte kommen aus verschiedenen Bereichen, teils aus dem Wohnheim für Kinder und Jugendliche, dem Mutter-Kind-Haus oder der Beratungsstelle. Während der Sessions befassen sie sich mit Zielgruppenbefragungen, Selbstevaluationen, Studien, Statistiken. Sie reichern ihr bisheriges Wissen an und können dieses in der alltäglichen Arbeit einsetzen.

So entstehen neue Konzepte, Standards und Verfahren als Arbeitsgrundlage. Bis zu 1.000 Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen oder auch Familien in belasteten Lebenslagen erhalten bessere Unterstützung. Zudem ermöglicht die Förderung, die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising systematisch aufzubauen, um die Arbeit der Organisation langfristig abzusichern.

Betreuung Suizidtrauernder regional stärken – Modellprojekt für die Regionen Köln/Bonn und Stuttgart

AGUS e.V. – Angehörige um Suizid

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland etwa 10.000 Menschen das Leben - damit gibt es mehr Tote durch Suizid als etwa durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen zusammen. Demnach bleiben jedes Jahr 100.000 Menschen aus Familie und Freundeskreis zurück, die für mehrere Jahre in einem Ausnahmezustand leben.

Hier setzt AGUS e.V an. Der Verein besitzt ein bundesweites Netzwerk aus 70 ehrenamtlich organisierten Selbsthilfegruppen für Suizidtrauernde, berät telefonisch sowie online und bietet Wochenendseminare und Publikationen an. Aufgrund der erhöhten Suizidgefahr schließt Engagement für diese Zielgruppe immer auch Suizidprophylaxe ein.

Mit SKala kann ein Modellprojekt in den Regionen Köln/Bonn und Stuttgart umgesetzt werden. Hier werden Regionalbeauftragte eingesetzt, die die Selbsthilfegruppen vor Ort noch besser unterstützen. Die Regionalbeauftragten sind einerseits Ansprechpersonen für die GruppenleiterInnen und Fachöffentlichkeit, anderseits sensibilisieren sie Beratungsstellen, Polizei, Kriseninterventionsteams, BestatterInnen und JournalistInnen für einen angemesseneren Umgang mit den Hinterbliebenen.

AGUS e.V. kann sich als Organisation weiterentwickeln und neue Maßnahmen in den Bereichen Kommunikation und Fundraising testen.

RespektAkademie

GSJ – Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung
  • gefördert seit: Januar 2019
  • Fördersumme: 659.279,45 €
  • gsj-berlin.de

Perspektivlosigkeit, Verwahrlosung, Rassismus - Kinder in Brennpunkten werden durch ihr Umfeld geprägt und fühlen sich gelähmt durch eine Vielzahl von Problemen. Hier setzt die RespektAkademie an: Sie verringert Gewalt an Schulen und stärkt Kinder darin, ihren Kiez zu gestalten und mitzubestimmen.

In einem Brennpunktviertel in Berlin-Kreuzberg werden Schulen drei Jahre lang intensiv begleitet und miteinander vernetzt. 16 Grundschulklassen mit rund 400 SchülerInnen der Klassen 4 bis 6 nehmen an der RespektAkademie teil. Ziel ist, eine Grundhaltung gegenseitiger Wertschätzung zu entwickeln und so das Klassenklima zu verbessern.

Bei gemeinsamen Demonstrationen und Aktionen in der Schule oder in der Stadt lernen die Kinder außerdem unterschiedliche Formen sozialen Engagements kennen. Die RespektAkademie baut auf den Erfahrungen des erfolgreichen Vorgängerprojekts "Ausbildung zum RESPEKTfreund", das in geringerem Umfang an Schulen realisiert wurde.

Mithilfe von SKala kann die Arbeit intensiviert und um neue Bausteine wie ein RESPEKT-Siegel und ein Alumni-Angebot für die Oberschule erweitert werden. Außerdem wird die RespektAkademie durch einen Peer-to-Peer-Ansatz weiterentwickelt, umfangreich evaluiert und in Zukunft auf weitere Schulen in Berlin ausgeweitet.

Die mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnete Organisation wird zudem nachhaltig in den Bereichen Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung gestärkt.

MiA – Migrantinnen in den Arbeitsmarkt

beramí berufliche Integration e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung
  • gefördert seit: Januar 2019
  • Fördersumme: 1.660.720 €
  • berami.de

"MiA- Migrantinnen in den Arbeitsmarkt" ist ein Kooperationsprojekt zwischen beramí und jumpp Frauenbetriebe - zwei Organisation, die bereits das PHINEO Wirkt-Siegel tragen. Mit MiA wird ein Projekt fortgesetzt, das zehn Jahre lang erfolgreich Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in den deutschen Arbeitsmarkt begleitet hat.

Mithilfe von SKala kann MiA wieder durchstarten. Inhaltlich wird es um innovative Elemente weiterentwickelt, damit es auf neue Bedarfe reagieren kann. Rund 420 Frauen können an dem Programm teilnehmen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Mit jeder Frau wird ein individueller Förderplan erstellt - sei es vertiefende Sprachkenntnisse, ein Computerkurs oder Bewerbungstrainings.

Nach einem Jahr ist der Großteil der Teilnehmerinnen in Arbeit, Praktika oder Fortbildung. Diejenigen, die es nicht schaffen, können weiterhin im Programm bleiben und es weiter versuchen - eine Option, die es in regulären Maßnahmen vom Jobcenter nicht gibt. Arbeitsmarktintegration passiert schrittweise - eine zielorientierte, passgenaue Unterstützung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Ziel ist es daher auch, Jobcenter, Frauenbeauftragte und weitere MultiplikatorInnen von diesem Ansatz zu überzeugen. Dabei hilft auch eine externe Evaluation, die die Wirksamkeit des Projekts belegt. Auf Organisationsebene werden beide Organisationen in ihrer Entwicklung, Zusammenarbeit und Qualitätssicherung gestärkt.

Service-Learning in Deutschland: Kompetenz-und Engagementförderung von Kindern und Jugendlichen

Stiftung Lernen durch Engagement – Service-Learning in Deutschland SLIDE gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Service-Learning oder Lernen durch Engagement verbindet Gelerntes mit einem Engagement im direkten Umfeld. So beschäftigen sich SchülerInnen in Musik mit Musiktherapie und in Gesellschaftskunde mit Inklusion und nutzen diese Kenntnisse dafür, gemeinsam mit BewohnerInnen der benachbarten Lebenshilfe zu musizieren und ein Benefizkonzert zu veranstalten.

Mit dem Projekt verbreitet die Organisation diese Form des Lernens bundesweit an Schulen. Sie versteht sich als "Dachverband" für LehrerInnen und MultiplikatorInnen, die Service-Learning umsetzen wollen, als Interessenvertretung gegenüber der Politik und als Think Tank, der das Thema für die Fachwelt und Öffentlichkeit weiterdenkt. Dazu kooperiert die Organisation mit rund 175 Netzwerkschulen sowie Bildungsministerien- und Verwaltung.

Jedes Jahr werden im Netzwerk über 1.000 LehrerInnen fortgebildet und Projekte mit 4.000 Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Mithilfe von SKala kann die Stiftung Lernen durch Engagement ihre Reichweite um 30 Prozent vergrößern. Dazu setzt die Organisation gezielt Maßnahmen in drei Handlungsfeldern um: Praxis stärken, Politik überzeugen, Wahrnehmung schaffen.

Darüber hinaus ermöglicht die Förderung wichtige Maßnahmen zur Organisationsentwicklung, Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit und Wirkungsorientierung.

Foto: Marius Klemm, © Stiftung Lernen durch Engagement

openTransfer – Gutes einfach verbreiten

Stiftung Bürgermut

  • Engagement- & Kompetenzförderung

In Deutschland engagieren sich Tag für Tag Menschen für eine gute Sache. So entstehen täglich neue, verblüffende und höchst erfolgreiche Lösungen. Aber: Dieselbe Lösung für dasselbe Problem immer wieder neu zu entwickeln, kostet Zeit und Geld.

Gute soziale Ideen sollen in die Fläche kommen, statt nur lokal zu wirken. Dazu organisiert openTransfer Barcamps, Workshops und Webinare, begleitet und berät Organisationen und bietet umfangreiches Transferwissen im Netz. Die Community besteht aus tausenden Engagierten, die sich regelmäßig austauschen.

Mit SKala soll das bewährte Angebot aus Camps, Webinaren oder E-Books skaliert werden, um die Zielgruppe breiter zu unterstützen. Konkret bedeutet dies: neun openTransfer Camps mit knapp 1.000 BesucherInnen, 30 Webinare oder Workshops und mehrere E-Books.

Ziel ist, dass soziale Initiativen in Deutschland professioneller arbeiten, ihre Ansätze besser übertragen und so mehr Menschen in ihren Projekten geholfen werden kann. Um dies zu erreichen, wird auch das Programm selbst nachhaltig in den Bereichen Organisationsentwicklung und Fundraising gestärkt. Es wird ein internes Wissensmanagementsystem aufgebaut und die Mitarbeitenden qualifiziert.

(C) Foto: Henning Schacht/ opentransfer.de CC-BY-NC

BUNTWERK. Willkommenskultur stärken

AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung
  • gefördert seit: Januar 2019
  • Fördersumme: 979.692 €
  • www.afs.de

AFS ist einer der weltweit größten gemeinnützigen Anbieter für Jugendaustausch und interkulturelles Lernen. Getragen wird die Arbeit maßgeblich von über 3.500 Ehrenamtlichen, die unter anderem Schüleraustausche als AnsprechpartnerInnen begleiten.

Gerade ältere Ehrenamtliche, die bereits als Gastvater oder -mutter Erfahrungen haben, sind für den Erfolg essentiell: Familien, die fast ein Jahr lang mit einem zunächst fremden Menschen zusammenleben, möchten gerne eine erfahrene Person an ihrer Seite haben. AFS erkennt, dass es andere Wege braucht, um Ältere zu erreichen und entwickelt ein Angebot speziell für Menschen 55+.

Wichtigste Maßnahmen sind passende Coachings und ein zentrales Online-Portal, das eine flexible Arbeit ermöglicht. Über drei Jahre werden 200 zusätzliche Gastfamilien gewonnen oder frühere Kontakte reaktiviert. Damit wird mehr ausländischen SchülerInnen eine interkulturelle Erfahrung in Deutschland ermöglicht.

Über Schüleraustausche will der Verein die Willkommenskultur in Deutschland stärken. Mit "BUNTWERK. Willkommenskultur stärken" zeigt der AFS, wie es gelingen kann, auch als traditioneller Verein mit fast 70 Jahren Geschichte angemessen auf zeitgemäße Veränderungen zu reagieren.

So kann durch die Einbindung von Ehrenamtlichen 55+ die Qualität des Angebots verbessert und auch die Alumni-Arbeit nachhaltig gestärkt werden.

Kompetenz- und Engagementförderung zur Prävention von Cybermobbing an Schulen

Digitale Helden gGmbH:

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Obwohl 92 Prozent der 12- bis 13-Jährigen ein Smartphone nutzen, auf Plattformen wie Snapchat oder Instagram unterwegs sind und täglich über WhatsApp kommunizieren, werden Social-Media-Kompetenzen an deutschen Schulen bislang kaum gefördert. Doch was tun, wenn ein Nacktbild einer Schülerin umhergeht, oder ein Schüler wochenlang im Netz gemobbt wird?

Die mit dem PHINEO Wirkt-Siegel ausgezeichneten Digitalen Helden aus Frankfurt am Main wissen Rat. Im Mentorenprogramm bilden sie Lehrkräfte und SchülerInnen zu Digitalen Helden aus, die wiederum jüngeren SchülerInnen und ihren Eltern helfen, digitale Kommunikation kompetent und bewusst zu nutzen. Durch die SKala-Förderung wird eine signifikante Steigerung der teilnehmenden Schulen erwartet: 2021 sind 4.320 MentorInnen an 432 Schulen aktiv und 108.000 junge SchülerInnen werden erreicht.

Der Schlüssel zum Erfolg: Medienkompetente Eltern und Lehrkräfte. Sie müssen die Digitalen Helden kennen, mögen und ihnen vertrauen, bevor sie die Entscheidung treffen, dass ihre Schule oder ihre Kinder am Mentorenprogramm teilnehmen. SKala unterstützt die Digitalen Helden, durch diverse Maßnahmen diese Zielgruppe zu erreichen und zu überzeugen.

Durch die Skalierung entwickelt sich die ohnehin stark gewachsene Organisation entscheidend weiter: Die Themen Finanzierung, Arbeitskultur und Strategie begleiten die Organisation die nächsten Jahre und werden auch mit Hilfe externe Expertise angegangen.

respect U

Stiftung Gesellschaft macht Schule gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Aggressionen, Mobbing, Geringschätzung gegenüber Andersartigkeit und überlastete LehrerInnen sind in Münchner Schulen keine Seltenheit. respect U will Grund- und Mittelschulen im Brennpunktviertel München-Obergiesing dabei helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen.

In wöchentlichen Kursen mit vertrauten Bezugspersonen erproben Kinder der Klassen 1-9 Lösungen für ein besseres Miteinander. Das Kursangebot ist fester Schulbestandteil und besteht aus Teamtrainings mit Spiel, Sport und geschulten Hunden. Daneben ist die Weiterbildung und Supervision der pädagogischen Fachkräfte ein wichtiger Bestandteil von respect U.

SchülerInnen lernen ihre Gefühle zu verbalisieren, zu regulieren und Konflikte ohne Aggression zu lösen. Durch gesteigertes Selbstwertgefühl, Empathie- und Teamfähigkeit sowie positive Erfahrungen werden sie auf das Leben in und nach der Schule vorbereitet. Durch SKala erstreckt sich das Angebot auf 10 Klassen mit insgesamt 27 Doppelstunden pro Woche. Dadurch werden 60 Kinder mehr gefördert, mindestens 15 pädagogische Fachkräfte und PraktikantInnen werden weitergebildet.

Auf Organisationsebene entstehen durch die Förderung Kapazitäten für die Entwicklung zukünftiger Strategien, damit respect U auf weitere Standorte übertragen werden kann. Interne Weiterbildungen und Aufstockung des Personals stärken die Organisation in den Bereichen Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Teamentwicklung und Qualitätsmanagement.

Kommunikationsbotschafter*innen - selbstbewusst, vernetzt, unterwegs

Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer Beeinträchtigung alternative oder ergänzende Kommunikationsformen benutzen - zum Beispiel Sprachcomputer, Gebärden oder Bildkarten. Durch SKala kann ein Projekt realisiert werden, bei dem erstmals unterstützt Kommunizierende (kurz: UKler*innen) Angebote für andere UKler*innen entwickeln und umsetzen.

Das Projekt besteht aus mehreren Bausteinen. Als Profis in eigener Sache entwickeln unterstützt sprechende ReferentInnen eine Weiterbildung für junge unterstützt Kommunizierende. In der Weiterbildung "Kommunikationsbotschafter*innen" entwickeln sie Ideen, wie sie an ihrem Heimatort zu einer inklusiven Gesellschaft beitragen können und setzen diese im Anschluss an die Weiterbildung um.

Sie entscheiden selbst, ob sie beispielsweise Kindern mit ihrem Sprachcomputer vorlesen oder jüngere UKler*innen als Peer-Tutoren begleiten. In zwei moderierten Chatgruppen speziell für Jugendliche werden Themen des Erwachsenwerdens mit Behinderung und Assistenzbedarf diskutiert.

Der letzte Baustein richtet sich an die Familien: In Familienfreizeiten und regionalen Treffen knüpfen Eltern, Geschwister und unterstützt sprechende Kinder Kontakte und tauschen Erfahrungen aus.

Durch die SKala-Förderung wird sich der ehrenamtlich getragene Verein mit 1.800 Mitgliedern auch selbst zu einem inklusiven Verein weiterentwickeln, in dem professionelle Strukturen und finanzielle Sicherheit die Aktivitäten langfristig sichern.

['You:sful] – Lernen durch Engagement

BürgerStiftung Hamburg

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Engagement in jungen Jahren macht selbstbewusst, zuversichtlich und handlungsstark. Doch nicht alle Kinder und Jugendliche haben den gleichen Zugang dazu. Damit tut sich auch in diesem informellen Bildungsbereich die Schere auf. ['You:sful] öffnet den Raum Schule für Engagement - mitten im Unterricht.

Die Methode des "Lernen-durch-Engagement" verbindet fachliches Lernen mit einem dazu passenden Engagement. Das Thema Biotope wird so mit der Renaturierung eines kleinen Baches verbunden, das Thema Kommunalpolitik mit der Beratung des Bezirksamts zur mittelfristigen Stadtentwicklung aus Kinder- und Jugendsicht.

Dazu begleitet das Projekt Lehrkräfte und stattet sie mit Materialien aus, um diese Unterrichtsform in Wahlpflichtkursen, im Regelunterricht oder in den Profilen der Mittel-und Oberstufen umzusetzen. Wichtig ist dabei, die Lehrpersonen zu befähigen, ein hohes Maß an Partizipation zu ermöglichen. Denn die SchülerInnen bestimmen Engagementziele, Planung und Projektdurchführung mit.

Ziel ist es, Kinder und Jugendliche erleben zu lassen, dass sie in ihrer Stadt, in ihrer Schule etwas bewegen können. Lernen wird mit unmittelbarem Sinn und realen Erfahrungen verknüpft, sodass ein neuer und tieferer Zugang zu schulischen Themen ermöglicht wird. Mit der SKala-Förderung kann das Projekt seine Reichweite um 30 Prozent erhöhen und den Ansatz noch tiefer in der Hamburger Bildungslandschaft verankern.

LEAD Impact Community Programm

LEAD Academy gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Die "Flüchtlingskrise" hat in den letzten Jahren ein kaum vergleichbares Engagement in Deutschland erzeugt. Graswurzelorganisationen haben Lücken in der staatlichen Hilfe aufgefangen, bürokratische Prozesse ergänzt und staatliche Lösungen durch individuelle Solidarität gestärkt. Aktuell kämpfen diese Organisationen damit, trotz schwindender Medienaufmerksamkeit und zurückgehender Unterstützung ihre neue Rolle zu finden und besser mit PartnerInnen im Kontext von Flucht und Integration zusammenzuarbeiten.

Hier bietet das Sozialunternehmen LEAD Academy ein bedarfsgerechtes und niedrigschwelliges Entwicklungsprogramm an, in dem sozial engagierte Führungskräfte diese Graswurzelorganisationen bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Organisation unterstützen.

Die LEAD Academy wird aus ihrer Community von über 1.300 Führungskräften geeignete Coaches dafür aussuchen. Ziel ist, dass die Organisationen nach Ende ihres Coachings die eigene Resilienz gestärkt haben und geeignete Strategien für die Weiterentwicklung umgesetzt haben.

Mithilfe von SKala können so 120 Führungskräfte als Coaches ausgebildet werden, die im Tandem 60 ausgewählte Organisationen kostenlos und nachhaltig in ihrer Organisationsentwicklung stärken.

Zudem kann die LEAD Academy ein nachhaltiges Geschäftsmodell weiterentwickeln, welches zum Ende der Förderung über die Hälfte der Kosten für das Projekt deckt.

Lese-Tandems+

KinderHelden gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Das Lesen gibt uns großartige Anregungen und ermöglicht viele Zugänge. Grundschulkindern eröffnen sich tatsächlich neue Welten - vorausgesetzt sie können flüssig lesen und verstehen das Gelesene. Rund 40 Prozent der Grundschulkinder schaffen das nicht. Kinder mit schwierigen Startbedingungen ins Leben sind davon besonders häufig betroffen.

KinderHelden gibt diesen Kindern die individuelle Unterstützung, die sie brauchen um ihre Lesekompetenz zu verbessern. Dabei setzt die Organisation auf ein 1:1-Mentoring. Im Tandem mit ehrenamtlichen MentorInnen entdecken die Kleinen die Freude am Lesen - ganz ohne Stress. Die MentorInnen begleiten sie mindestens ein Schuljahr und die wöchentlichen Treffen werden durch Freizeitaktivitäten aufgelockert.

Die Ergebnisse des Pilotprojekts bestätigen: Die Kinder lesen sicherer, flüssiger, schneller und verstehen besser, was sie lesen. KinderHelden ermöglicht bereits heute pro Jahr rund 550 Projekt-Tandems in Stuttgart, Mannheim, Frankfurt und Hamburg.

Mit der SKala-Förderung kann die Organisation ihr Angebot inhaltlich weiterentwickeln, etablieren und weiteren 500 Kindern die Leseförderung ermöglichen. Die Kinder verbessern nicht nur ihre schulischen Leistungen im Bereich Lesen, sondern sind auch mit einem gestärkten Selbstbewusstsein für künftige schulische Herausforderungen gewappnet.

(C) Foto: Sascha Hauk

Mädchenprojekt Zukunft

Handwerkerinnenhaus Köln e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Das Handwerkerinnenhaus Köln, das bereits zweifach mit dem PHINEO-Wirkt-Siegel ausgezeichnet wurde, hat sich 1989 gegründet und ist heute nicht mehr aus Köln wegzudenken. Das von SKala geförderte "Mädchenprojekt Zukunft" umfasst die Bausteine "Holly Wood - Berufsorientierung für Mädchen in Handwerk und Technik", "Pfiffigunde - Prävention von Schulverweigerung" und "Kneifzange - Intervention bei Schulverweigerung".

"Holly Wood" bringt mit einem vielfältigen Praxisangebot und Informationsveranstaltungen Schülerinnen ab Klasse 5 handwerklich-technische Berufe näher. Ist das Interesse geweckt, hilft das Handwerkerinnenhaus bei der Suche nach Praktika und Ausbildung. Die "Pfiffgunde"-Kurse beugen Schulverweigerung vor, während die "Kneifzange" eine Chance für Schülerinnen ist, die die Schule über einen längeren Zeitraum nicht mehr besuchen. Hier erleben sie täglich eine Kombination aus Unterricht, sozialpädagogischer Begleitung und Werkstattarbeit.

Das gut vernetzte Handwerkerinnenhaus arbeitet pro Jahr mit 30 Schulen zusammen und erreicht so jährlich mehr als 1.300 Mädchen. SKala hilft dabei, das bewährte Konzept systematisch zu überarbeiten und Erfahrungen aus fast 30 Jahren Projektarbeit konsequent zusammenzuführen.

Es können zwei neue Stellen für Fundraising und Controlling geschaffen werden, sodass sich die Mitarbeiterinnen auf die Weiterentwicklung konzentrieren können. Die Förderung bildet also die Basis für ein sanftes und reflektiertes Wachstum der gesamten Organisation.

TOBBi – Trauerland, Orientierung, Beratung und Bildung

Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Wenn Kinder und Jugendliche einen geliebten Menschen verlieren, brauchen sie das Gefühl, mit ihren Fragen und Ängsten nicht alleine zu sein. In der Realität sind sie es leider häufig, weil die Angehörigen durch ihre eigene Trauer stark belastet sind - die Trauer der Kinder findet oft keinen Platz. LehrerInnen, ErzieherInnnen oder SozialarbeiterInnen sind ebenfalls mit der Thematik häufig überfordert. Trauerland bietet Kindern und Jugendlichen in Bremen und Niedersachsen einen geschützten Raum für ihren individuellen Trauerweg.

Zum Angebot gehören Trauergruppen, Einzelberatung (persönlich und am Telefon), Kriseninterventionen sowie Schulungen für Fachkräfte in Kita, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen. Dank der SKala-Förderung wird das Beratungstelefon nun statt an zwei Tagen an fünf Tagen der Woche erreichbar sein. Damit kann sehr viel mehr Menschen geholfen werden und der Verein kommt seinem Ziel, ein weitreichendes Netzwerk mit Hilfsangeboten für trauernde Kinder, Jugendliche und ihre Familien über die Region hinaus anzubieten, ein großes Stück näher.

Mit Hilfe der SKala-Förderung ist Trauerland auch in der Lage, das Angebot an Schulungen, Seminaren und Ausbildungen zur Kinder- und Jugendtrauerbegleitung zu erweitern und sich als Kompetenzzentrum im Nordwesten zu etablieren. Langfristiges Ziel ist es, die bisher fast ausschließlich spendenfinanzierte Arbeit einer gesicherten Finanzierung durch öffentliche Mittel und andere Kostenträger aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich zuzuführen.

Empowerment auf Augenhöhe – Psychosoziales Counseling-Center für Geflüchtete

Ipso gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Studien zufolge leiden Menschen mit Migrations-/Fluchtgeschichte häufiger unter Angsterkrankungen, Depressionen oder einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Krank machen sie aber nicht nur die brutalen Erlebnisse in der Heimat oder während der Flucht, sondern auch das Leben in Deutschland belastet sie mitunter stark.

Ipso bietet psychosoziale Beratung für Geflüchtete an, um sie bei der Bewältigung von Traumata und belastenden Lebenssituationen zu unterstützen. Die Beratung hilft dabei, Radikalisierungstendenzen zu erkennen sowie Isolation, Drogenmissbrauch und häusliche Gewalt zu reduzieren. Der in Afghanistan entwickelte Ansatz ist dort fest im öffentlichen Gesundheitssystem etabliert und wurde erfolgreich u.a. in China, Syrien und dem Libanon umgesetzt.

Mit SKala wird das erste Ipso-Counseling Center für Geflüchtete in Berlin aufgebaut. Das Besondere: Die Ipso-zertifizierten Counselor gehören dem gleichen Kulturkreis an, haben ähnliche Fluchterfahrungen gemacht und sprechen die gleiche Sprache. Das schafft eine tiefe Vertrauensbasis bei den Teilnehmenden.

Bis zu 12 Counselor werden in Berlin rund 8.000 Gespräche durchführen und so vielen Geflüchteten dabei helfen, auch in herausfordernden und belastenden Lebenssituationen handlungsfähig zu sein und positiv auf das eigene Leben Einfluss zu nehmen. Langfristig werden die Sozial- und Gesundheitssysteme bei der Entlastung unterstützt und die Counselor durch ihre Arbeit im Center in den Arbeitsmarkt integriert.

Jugend hackt

Open Knowledge Foundation e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Die Digitalisierung birgt große Veränderungen und Chancen für unsere Gesellschaft, und auch HackerInnen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Bisher gab es nur wenige außerschulische Angebote, die talentierten und interessierten Jugendlichen im Bereich Technik und Programmieren einen Raum und eine Community zum Coden und Tüfteln bieten.

Die Open Knowledge Foundation Deutschland und mediale pfade.org schaffen mit "Jugend hackt" ein einzigartiges Wochenend-Programm für technikbegeisterte Jugendliche, auf denen diese nicht nur für sie gesellschaftlich relevante Projekte umsetzen und neues Wissen erwerben, sondern auch die Möglichkeit haben, Gleichaltrige mit den gleichen Interessen kennenzulernen und sich auszutauschen.

Die Veranstaltungen finden sieben Mal im Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Die Events erfreuen sich so großer Beliebtheit, sodass Jugend hackt nicht immer allen Jugendlichen genügend Raum bieten kann. Mit SKala kann sich das Programm von bisherigen Events hin zu regelmäßigen Angeboten für Jugendliche weiterentwickeln. Hierfür werden sechs Labs in verschiedenen Städten Deutschlands und eine Online-Community aufgebaut.

Jugend hackt wurde bereits 2017 mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet. Das Programm selbst, aber auch die Gesamtorganisation, sind seit der Gründung 2013 stark gewachsen, ohne die Möglichkeit, die eigenen Strukturen dem Wachstum anzupassen. Mit der SKala-Förderung wird dies für die Bereiche Governance und Fundraising ermöglicht.

familY-Programm

Education Y – Bildung. Gemeinsam. Gestalten.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Das deutsche Bildungssystem benachteiligt Kinder, die nicht gerade unter den besten Voraussetzungen aufwachsen, zum Beispiel Armut sowie niedrige Bildung seitens der Eltern. Education Y wurde 2005 mit der Vision gegründet, gerechtere Bildungschancen für Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft zu ermöglichen.

Dabei setzt das familY-Programm des Vereins aus Düsseldorf frühzeitig bei den Eltern an. Es qualifiziert Fachkräfte aus Kitas, Grundschulen oder Familienzentren zu familY- BegleiterInnen, die mit den Eltern in 12 Elterntreffen zusammenarbeiten. Dabei geht es um das Lernverhalten der Kinder, die Übergangsphase von der Kita in die Schule und die Selbstständigkeit als Schulkind.

Durch praktische Übungen und Methoden verstehen die Eltern das Lernen ihres Kindes und können dieses besser fördern. Die Familien werden über Bildungsinstitutionen, aber auch über städtische Verwaltung oder über Wohlfahrtsverbände erreicht, in deren Einrichtungen die Elterntreffen durchgeführt werden.

Bisher wurden 12 solcher Standorte über drei Jahre begleitet. Durch die SKala-Förderung können sechs weitere Standorte eröffnet werden, wofür neues Personal eingestellt wird. Zusätzlich folgt eine inhaltliche Weiterentwicklung des Programms um das Thema digitale Souveränität.

Die SKala-Förderung ermöglicht dem Verein darüber hinaus, bisherige Fundraisingstrategien zu stärken und agile Prozessstrukturen zu erlernen und umzusetzen.

(C) Bild: Bente Stachowske / EDUCATION Y.

Sprungbrett Schulabschluss

Off Road Kids Jugendhilfe gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung

In Deutschland sind rund 37.000 junge Menschen ohne festen Wohnsitz. Etwa ein Drittel dieser jungen Obdachlosen hat keinen Schulabschluss und damit auch keine Chance auf einen Ausbildungsplatz. An seinen Streetwork-Stationen arbeitet Off Road Kids – 2013 ausgezeichnet mit dem PHINEO-Wirkt-Siegel – erfolgreich daran, die Lebenslage der Jugendlichen nachhaltig zu stabilisieren und ihnen neue Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.

Fehlende Schulabschlüsse verhindern aber eine dauerhafte gesellschaftliche Integration. Klassische Schulkurse der Jobcenter zum Nachholen des Abschlusses helfen bei der Zielgruppe jedoch nicht weiter. Wirkungsvoller ist vielmehr ein flexibles Beschulungsprogramm und eine intensive sozialpädagogische Begleitung.

Die SKala-Förderung ermöglicht diese Kombination aus sozialpädagogischer und Lernbegleitung im Rahmen eines bewährten Fernschulprogramms. Mithilfe des Programms sollen zwei Drittel der Teilnehmenden einen Ausbildungsplatz erlangen – ein ehrgeiziges Ziel, das den sehr professionell aufgestellten Streetworkern von Off Road Kids aber zuzutrauen ist.

Wenn das Pilotprojekt in Dortmund erfolgreich ist, kann die SKala-Förderung vielen obdachlosen Jugendlichen und Straßenkindern eine Brücke in den Ausbildungsmarkt eröffnen und damit ihr Leben entscheidend verändern. Im Erfolgsfall wird auch eine Finanzierung als Berufsförderungsmaßnahme durch die Jobcenter/Jugendberufsagenturen angestrebt, damit das Modellprojekt weiter verbreitet werden kann. Ob dies gelingt, wird Ende 2019 erkennbar sein.

Gemeinsam stark und aktiv für Demokratie und Zivilcourage

Aktion Zivilcourage e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Konflikte nehmen zu – ob im Klassenzimmer oder auf dem Pausenhof, in Kita oder Schule. Diversität stellt alle Beteiligte vor neue Herausforderungen, Eltern, Lehrkräfte und Jugendliche gleichermaßen.

Die Aktion Zivilcourage e.V. verfügt über jahrelange Erfahrung im Bereich der politischen Bildung und will bewährte Methoden, Modelle und Herangehensweisen nun auf neue Zielgruppen ausweiten. Mit dem Förderprojekt werden Heranwachsende bestärkt, gesellschaftliche Herausforderungen wie Flucht, Migration, Globalisierung und Populismus lösungsorientiert und vor allem im konstruktiven Miteinander zu bewältigen.

Die Befähigung für Teilhabe, Meinungsbildung oder Toleranz werden weitestgehend im Kindesalter angelegt und sind im Erwachsenenalter kaum mehr vermittelbar. In der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen trägt der Verein deshalb dazu bei, der zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung, der zunehmenden Ablehnung gegenüber anderen Kulturen und politischen Verantwortlichen sowie der Abwendung gegenüber einer demokratischen Kultur entgegenzuwirken. Deshalb werden dem Alter entsprechend Bildungsangebote entwickelt und angeboten. Pro Jahr finden etwa 70 Workshops für Kinder und Jugendliche statt sowie monatlich eine Fortbildung für das pädagogische Fachpersonal.

Neben der Projektförderung stärkt SKala auch die Organisation, indem u. a. die Professionalisierung des Fundraisings unterstützt wird.

Der Aktion Zivilcourage e.V. wurde 2013 für seine Bildungsarbeit das PHINEO-Wirkt-Siegel verliehen.

Weiterentwicklung Coolnesstraining im Teamsport

Zweikampfverhalten e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Im Hamburg-Wilhelmsburger (Schul-) Alltag erkämpfen sich junge Menschen aus problematischem Umfeld Teilhabe und Integration oft mit Gewalt. Zweikampfverhalten e.V. verwandelt ihr unsportliches Verhalten seit 2008 durch Sportsozialarbeit und Kompetenzförderung mit multi-ethnischen TutorInnen, Sportprofis und Ehrenamtlichen in respektvolles Miteinander. Ehemalige TeilnehmerInnen zeigen ihnen mit Sportangeboten, Coolnesstraining und individuellen Hilfen, wie sie ihre Chance auf soziale Mobilität verwirklichen können.

Die meisten der jährlich bis zu 400 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen entwickeln sich positiv. Sie sind gelassener, hilfsbereiter und motivierter, schlichten Streitigkeiten, strengen sich in der Schule mehr an und wollen selbst Vorbild für andere sein. Ausgezeichnet wurde das Coolnesstraining im Teamsport u. a. mit dem PHINEO-Wirkt-Siegel.

Durch die SKala-Förderung werden auf Projektebene pro Schuljahr zusätzliche Kurse und individuelle Hilfen für bis zu 150 junge Menschen angeboten. Die Kurse werden für junge Geflüchtete erweitert und es werden neue Maßnahmen für die Eltern/Bezugspersonen entwickelt und umgesetzt.

Darüber hinaus wird die Organisation durch die SKala-Förderung nachhaltig gesichert: MitarbeiterInnen, TutorInnen und Ehrenamtliche werden fortlaufend qualifiziert und so langfristig gebunden. Durch die Anstellung von zwei ehemaligen Tutoren wird die Geschäftsführung entlastet und kann sich um die Organisationsentwicklung und das Fundraising kümmern.

ImpactBoost! – Gleiche Chancen für ALLE Kinder

MAPP-Empowerment gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen und in seiner emotionalen Entwicklung und der Entfaltung seiner Potenziale eingeschränkt. Die MAPP-Empowerment gGmbH bietet Eltern in den ersten Jahren Hilfestellung an. In Gesprächsgruppen (ELTERN-AGs) erarbeiten Mütter und Väter in besonders belastenden Lebenssituationen gemeinsame Lösungen für ihre individuellen Erziehungsherausforderungen und lernen, ihre elterlichen Kompetenzen zu erkennen und auszuweiten. Seit 2012 trägt die ELTERN-AG das PHINEO-Wirkt-Siegel.

Die SKala-Förderung setzt auf dem bewährten Programm ELTERN-AG auf. Die Eltern werden befähigt, ihre Gesprächsgruppen zu Erziehungsthemen selbständig weiterzuführen und ihr Wissen zu vertiefen. Gleichzeitig setzt SKala auch bei den ErzieherInnen an – neben den Eltern die andere entscheidende Erziehungsinstanz. Sie werden bereits im Rahmen der Ausbildung für die besonderen Bedürfnisse sozial benachteiligter Familien sensibilisiert. Durch beide Programmelemente zusammen wird eine beachtliche Hebelwirkung erzeugt und im Ergebnis mehr Kleinkinder erreicht.

Die SKala-Förderung ermöglicht der Organisation außerdem, ihr Qualifizierungsprogramm zu evaluieren, wichtige neue Kooperationen mit Fach(hoch)schulen zu schließen und eine langfristig tragfähige Einnahmestruktur zu entwickeln.

Let's be trendy – Bildung bringt's

Junge Frauen und Beruf e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Was hat Bildung mit Mode, mit Kleidermachen zu tun? Sehr viel, meinen die Auszubildenden des Ateliers La Silhouette, einem sozialen Ausbildungsbetrieb der berufsbezogenen Jugendhilfe München. "Mein Kleid ist Existenz, mein Kleid ist Integration, mein Kleid ist Frauenpolitik", betonen die jungen Frauen. Die in das ModeAtelier aufgenommenen "Fashionistas" haben in ihrer Lebensbiografie meistens das Gegenteil erlebt – Ausgrenzung, Scheitern, Armut und Gewalt.

Im Atelier La Silhouette erhalten sie die Chance für eine Ausbildung im Schneiderhandwerk sowie für einen Schulabschluss. Die meisten Frauen wollen über die Ausbildung hinaus mehr lernen. Das durch SKala geförderte "Let's be trendy"-Bildungsprojekt ermöglicht dies und bietet künstlerische und darstellende Bildung durch gesellschaftspolitische Projekte, außerschulische Bildung für Mut und Zivilcourage sowie ein IT-Training an.

Darüber hinaus unterstützt SKala die Entwicklung eines Coaching- und Multiplikatorinnensystems zur Unterstützung von Lernerfolgen, weiblichen Lebensplanungen, zur Schulung von Vorbildern und Tutorinnen. Es entsteht ein Bildungsnetzwerk für Frauen – individuell und mit einem neuen Wir-Gefühl von nachhaltiger Bildung.

Das Atelier La Silhouette wurde 2010 mit dem PHINEO-Wirkt-Siegel ausgezeichnet.

erinnern und engagieren

Anne Frank Zentrum e. V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung zählen zu den drängenden Problemen unserer Gesellschaft. Das Anne Frank Zentrum qualifiziert und betreut schon seit vielen Jahren bundesweit Jugendliche, die sich dagegen engagieren und für Demokratie einsetzen. Angesprochen werden Jugendliche, die zuvor als Peer Guides in einer Anne Frank Wanderausstellung aktiv waren.

Das Anne Frank Zentrum vermittelt diesen Jugendlichen Wissen und Kompetenzen, die ihnen dabei helfen, in ihrem lokalen Umfeld eigenständig Projekte umzusetzen. In einem Festakt werden sie dafür jährlich am 12. Juni, zu Anne Franks Geburtstag, als Anne Frank BotschafterInnen ausgezeichnet.

Im Projekt "erinnern und engagieren. Anne Frank BotschafterInnen für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie" soll diese erfolgreiche Arbeit weitergeführt, ausgebaut und professionalisiert werden. Unter anderem werden Angebote für die Zeit nach der BotschafterInnen-Ehrung entwickelt, um die Jugendlichen weiterzubilden, zu vernetzen und ihre Motivation zu weiterem Engagement zu stärken.

Ein Highlight des Projekts ist der Anne Frank Tag, der ab 2017 jährlich zu Anne Franks Geburtstag bundesweit stattfindet, und von einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne begleitet wird. Dazu entwickelt das Zentrum Aktionen für das Erinnern und für Engagement, an denen sich tausende Jugendliche beteiligen können.

Das Anne Frank Zentrum erhielt 2013 für das Ausstellungs- und Botschafterprojekt "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" das PHINEO-Wirkt-Siegel.

HOPE

RheinFlanke gGmbH

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Seit 2010 kamen mehr als 13.000 Flüchtlinge in die Stadt Köln. Insbesondere junge Flüchtlinge brauchen Unterstützung und Förderung, um sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden. Hier setzt das Projekt HOPE der RheinFlanke gGmbH an. Ein Vorgängerprojekt wurde von PHINEO 2015 mit dem Wirkt-Siegel ausgezeichnet.

Das Integrationsprogramm bietet Flüchtlingen Berufsorientierungs- und -qualifizierungsmaßnahmen und schafft so neue Zukunftsperspektiven. Über verschiedene Sport- und gruppenpädagogische Angebote, wie zwei integrative Fußballmannschaften, Tanz- und Fitnesskurse, wird ein Vertrauensverhältnis zu den jungen Menschen aufgebaut. Auf dieser Basis werden dann für alle Projektteilnehmenden individuelle Hilfspläne erstellt; in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und dem Integration Point der Stadt Köln umgesetzt. Ziel ist dabei immer die Integration in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt. In den parallel stattfindenden Sportangeboten erlernen die Teilnehmenden wichtige Schlüsselkompetenzen.

Momentan werden über 100 geflüchtete junge Menschen intensiv betreut. Doch der Bedarf an individueller Förderung ist viel höher. Mit der Spende der SKala-Initiative werden weitere Mitarbeitende beschäftigt, um in Zukunft noch mehr und besser helfen zu können. Auch am RheinFlanke-Standort in Berlin startet HOPE im Januar 2017 mit einem auf die Stadt angepassten Angebot – damit skaliert die RheinFlanke ein erprobtes Projekt in der Hauptstadt.

Neue Impulse, Bewährtes umsetzen (NImBus)

Deutsches Bündnis gegen Depression e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Depressionen gehören zu den am meisten unterschätzten Erkrankungen. Von den jährlich 5,3 Mio. betroffenen Menschen in Deutschland erhält nur eine Minderheit eine optimale Therapie.

Das Deutsche Bündnis gegen Depression e.V. (2011 ausgezeichnet mit dem PHINEO-Wirkt-Siegel) setzt sich für eine bessere Versorgung depressiv erkrankter Menschen ein. Mit Aufklärungskampagnen, Fortbildungen für Hausärzte und Multiplikatoren sowie Angeboten für Betroffene und Angehörige soll das Wissen über die Erkrankung erweitert und Vorurteile abgebaut werden. Darüber sollen Suizide und Suizidversuche vorgebeugt werden.

Mit der Kampagne im Pilotprojekt "Nürnberger Bündnis gegen Depression" konnte die Zahl suizidaler Handlungen in 2001 und 2002 um 24 Prozent gegenüber dem Ausgangsjahr und einer Kontrollregion gesenkt werden. Dieser Erfolg hat zu zahlreichen Anfragen anderer Regionen in Deutschland sowie weiterer europäischer Länder nach dem Konzept und den Materialien geführt. Vor diesem Hintergrund wurde 2003 das Deutsche Bündnis gegen Depression gegründet, das mittlerweile 80 regionale Bündnisse gegen Depression bei der Planung und Durchführung lokaler Kampagnen unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe unterstützt.

Das Projekt "Neue Impulse, Bewährtes umsetzen (Nimbus)" soll das Netzwerk ausbauen und den Verein weiterentwickeln. Zudem werden die Angebote für betroffene Menschen im Bereich des onlinebasierten Selbstmanagements erweitert.

Marzahn21

Straßenkinder e.V.

  • Engagement- & Kompetenzförderung

Bis zu 70% der unter 18-jährigen im Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf wachsen in Familien auf, die von Harz-IV betroffen sind und in denen Eltern oft nur niedrige Bildungsabschlüsse haben. Die Arbeitslosenquote des Bezirks liegt auf einem der vordersten Plätze in Berlin. Diese Startbedingungen wirken sich negativ auf Bildungsabschlüsse, Gesundheit und Lebensperspektiven von Kindern aus. Oft werden Elternkarrieren wiederholt. Harz IV gilt als legitimer Berufswunsch.

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen und die Chancenungleichheit der Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern, brauchen sie zusätzliche und ganzheitliche Unterstützung. Diese bekommen sie durch das Projekt "Marzahn21" im Kinder- und Jugendhaus BOLLE. Hierbei werden Bewegungsförderung und Freizeitgestaltung sinnvoll mit Bildungs- und Kompetenzförderung verbunden. Täglich finden Angebote wie Nachhilfe, Berufscoaching, Sozialtrainings, Ausflüge, Sport usw. statt. Dadurch werden die Kinder und Jugendlichen umfassend in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Für diesen Ansatz erhielt der Straßenkinder e.V. 2015 das Wirkt-Siegel.

Ziel ist es, dass 200 Kids im Rahmen der Projektlaufzeit erfolgreich unterstützt werden, insbesondere in den Bereichen Bildung und Ausbildungsförderung. Durch das Projekt "Marzahn21" sollen sie ihr späteres Leben selbstbestimmt gestalten. Die Skala-Förderung ermöglicht es, die bisherige Arbeit quantitativ und qualitativ entscheidend weiterzuentwickeln und damit dem hohen Bedarf vor Ort gerecht zu werden.

PHINEO ist Mitglied der