Die Projekte

Hier finden sich die von SKala geförderten Projekte. Neu in Förderung genommene Projekte werden zeitnah in der Übersicht abgebildet; kleinere Verzögerungen liegen in der Natur der Sache. 

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Multisektorale Ernährungssicherungsmaßnahmen im Südsudan und in Norduganda 2018-2021

Deutscher Caritasverband e.V. / Caritas international

  • Vergessene Krisen

Seit 2013 tobt ein Bürgerkrieg im Südsudan, der sich zu einer der größten humanitären Krise entwickelt hat. Mehr als fünf Millionen Menschen sind einer unsicheren Ernährungssituation ausgesetzt und wissen nicht, wie sie sich und ihre Familien in den nächsten Tagen ernähren werden. Viele sind aus ihren Heimatorten geflohen und leben derzeit in Camps oder Gastgemeinden über das Land verteilt.

Das benachbarte Norduganda erfährt den größten Flüchtlingszustrom in seiner Geschichte, mehr als eine Millionen Geflüchtete suchen hier Schutz. Caritas international ist seit 2014 in der Region aktiv. Mit der SKala-Förderung wird ein Projekt in den drei am stärksten betroffenen Regionen im Südsudan und Norduganda umgesetzt. Mindestens 32.000 südsudanesischen Binnenvertriebenen, Geflüchteten und Menschen aus den Gastgemeinden kann mit dem Projekt geholfen werden.

Neben Nahrungsmitteln und Haushaltsartikeln erhalten die Menschen Saatgut und Werkzeuge, um sich nach Ablauf der Programmlaufzeit selbstständig mit Lebensmitteln zu versorgen. Zusätzlich wird 360 Jugendlichen in Norduganda eine Ausbildung ermöglicht, die ihnen und ihren Familien ein Einkommen schafft. Umgesetzt wird dies von drei Organisationen vor Ort, die bereits ähnliche Projekte mit Caritas international erfolgreich umgesetzt haben. Die SKala-Förderung ermöglicht eine Stärkung dieser lokalen Partnerorganisationen durch Schulungsmaßnahmen, programmatischen Austausch sowie individualisierte, personelle wie auch materielle Unterstützung.

(C) Bild: Caritas international

Niger – Gemeinsam Kinder vor der nächsten Hungerkatastrophe schützen

Deutsches Komitee für UNICEF e.V.

  • Vergessene Krisen
  • gefördert seit: April 2018
  • Fördersumme: 2.404.550,95 €
  • www.unicef.de

Niger hat eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten der Welt: Jedes achte Kind erlebt seinen fünften Geburtstag nicht, Mangelernährung ist für jeden dritten dieser vermeidbaren Todesfälle mitverantwortlich. UNICEF ist es in den letzten Jahren schon gelungen, Ernährungszentren in Niger aufzubauen und auch mangelernährte Kinder in abgelegen Regionen zu erreichen. Doch die Herausforderung Mangelernährung bleibt.

Das von SKala geförderte Projekt richtet sich an akut mangelernährte oder durch Mangelernährung bedrohte Kinder und ihre Eltern in den Hochrisiko-Regionen Zinder, Maradi und Diffa im Süden Nigers. UNICEF hilft bei Struktur- und Wissensaufbau in den Gesundheitsbehörden, beschafft und verteilt therapeutische Spezialnahrung an 52.000 mangelernährte Kinder und schult örtliche Gesundheitshelfer darin, die Zeichen von Mangelernährung zu erkennen und zu behandeln. Gleichzeitig werden Freiwillige ausgebildet, um Eltern in Gesundheitsfragen zu beraten und Mütter-zu-Mütter-Unterstützungsgruppen zu gründen.

Wiederholte Aufklärung zu Ernährungs- und Gesundheitsfragen sowie Hygiene und individuelle Beratung versetzen die Mütter in die Lage, ihre Säuglinge und Kleinkinder auch mit knappen Mitteln richtig und ausgewogen zu ernähren. Im Rahmen der jährlichen Malaria- Präventionskampagne werden Ernährungsscreenings durchgeführt, die landesweit rund 2,5 Millionen Kinder erreichen und die Früherkennung von Mangelernährung ermöglichen. Eine Entwurmungskampagne sowie Vitamin-A-Gaben für 274.000 Kinder verbessern zusätzlich den Zustand der Kinder und ermöglichen ihnen so ein gesundes Aufwachsen.

(C) Foto: UNICEF/DT2017-58809/Claudia Berger

Sozioökonomische Reintegration von Binnenflüchtlingen in den Gebieten von Rutshuru, Lubero, Beni und Nyiragongo (Ost-Kongo)

Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.

  • Vergessene Krisen
  • gefördert seit: Februar 2018
  • Fördersumme: 915.992,00 €
  • www.cbm.de

Etwa 13 Mio. Menschen in der Demokratischen Republik Kongo sind auf humanitäre Hilfe angewiesen - davon ca. 4,3 Mio. Binnenflüchtlinge. Seit drei Jahrzenten besteht insbesondere im Osten der Republik eine chronische humanitäre Krise, verursacht durch schwache lokale Institutionen, fehlende Infrastruktur, Armut und Angriffe bewaffneter Truppen. Besonders Menschen mit Behinderungen sind von den Krisen stark betroffen.

Die Christoffel-Blindenmission, eine etablierte internationale Entwicklungsorganisation, setzt mithilfe der SKala-Förderung ein erfolgreiches Pilotprojekt aus dem Jahr 2015 in den Regionen Ruthsuru, Lubero, Beni und Nyiragongo um. Ziel ist es, die Geflüchteten aus den Flüchtlingslagern bei einer Rückkehr in ihre Heimatgemeinden zu unterstützen.

Dies geschieht durch sehr unterschiedliche, aber ineinandergreifende Maßnahmen: So werden durch die Verteilung von Haushaltsgegenständen Anreize zur Rückkehr geschaffen und mithilfe von Spargruppen Einkommen gesichert (Kleinkredite für Geschäftsideen). Darüber hinaus werden die Rückkehrenden besser medizinisch versorgt. Das Projekt führt auch Kampagnen durch, um für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren.

Insgesamt können 6.000 Menschen in Ost-Kongo profitieren. Umgesetzt werden diese Maßnahmen durch die kongolesische Organisation HEAL Africa. Die SKala-Förderung ermöglicht zudem eine organisationale Weiterentwicklung HEAL Africas und eine bessere Vernetzung mit UN-Organisationen.

(C) Foto: CBM/Hayduk

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