Die Projekte

Hier finden sich die von SKala geförderten Projekte. Neu in Förderung genommene Projekte werden zeitnah in der Übersicht abgebildet; kleinere Verzögerungen liegen in der Natur der Sache. 

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Disaster Preparedness: Kapazitätsaufbau zur Vorbereitung auf humanitäre Notlagen

Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V.

  • Vergessene Krisen

Lokale Nichtregierungsorganisationen sind die Ersten und Letzten, die im Katastrophenfall vor Ort Hilfe leisten und den Wiederaufbau begleiten. Doch häufig vergeht mehr Zeit als nötig bis die Unterstützung anlaufen kann. Der Grund: für die lokalen Organisationen ist es schwer, große Mengen an Hilfsgütern zu beziehen, da sie an den hohen Anforderungen internationaler GeberInnen scheitern.

Diesem Widerspruch in der humanitären Notlage möchte Hoffnungszeichen e.V. entgegenwirken. Insgesamt werden zehn Partnerorganisationen in besonders katastrophengefährdeten Ländern wie Kenia, Bangladesch oder dem Irak darin befähigt, humanitäre Krisen wirksamer zu bewältigen. Dies geschieht durch intensive Trainings und Workshops, in denen die Teilnehmenden lernen, wie sie sich wirkungsvoll um Mittel des internationalen Hilfssystems bewerben.

Die Trainings vermitteln ihnen zudem, wie sie im Krisenfall schnell reagieren, Hilfsprojekte erfolgreich umsetzen und die Bevölkerung auf kommende Katastrophen vorbereiten. Die Organisation stellt zusätzlich Hilfsgüter für den Katastrophenfall bereit. Obwohl solche Projekte ein langfristiges Wirkungspotenzial haben, ist die Vorbereitung auf Katastrophenhilfe ein Bereich, der schwer zu fundraisen ist. Somit schließt SKala eine wichtige Finanzierungslücke.

Integrierte Nothilfe für Kinder, Jugendliche und vulnerable Haushalte in West-Tschad

World Vision Deutschland e.V.

  • Vergessene Krisen

Der an sechs Länder angrenzende Staat Tschad ist von zahlreichen, zumeist von der Weltöffentlichkeit vergessenen Krisen in den Nachbarländern betroffen. In der Region um den Tschad-See kam es in den vergangen Jahren zu Angriffen durch die terroristische Gruppierung Boko Haram, hunderttausende von Menschen flüchteten. Die Lage in der Region verschlechtert sich durch die Flüchtlingsströme weiter, einen Zugang zu sauberem Trinkwasser und humanitären Schutz gibt es nicht.

Kennzeichnend für das Projekt "Integrierte Nothilfe" ist der ganzheitliche Ansatz: Es erzielt eine Hebelwirkung in unterschiedlichen Bereichen, u.a. Gesundheit, Kinderschutz und Bildung. Ersteres wird durch den Zugang zu sauberen Trinkwasserquellen und sanitären Einrichtungen verbessert. Sogenannte "Child Friendly Spaces" sowie Kinderschutzkomitees werden speziell für Kinder und ihre Sicherheit geschaffen. Um die Abhängigkeit der Gemeinden von Hilfsmitteln zu reduzieren und eine langfristige Selbstständigkeit zu erzielen, werden Spargruppen gegründet und die Landwirtschaft gestärkt.

Insbesondere den jugendlichen BewohnerInnen wird mit den Berufstrainings eine Zukunftsperspektive geboten. Die SKala-Förderung ermöglicht einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation von mindestens 16.500 Menschen in der Region.

Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Northern und Southern Liech, Südsudan

Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V.

  • Vergessene Krisen

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein fundamentales menschliches Grundbedürfnis. Keine Aufbaumaßnahme oder Anstrengung für Wiederaufbau und Versöhnung kann langfristig erfolgreich sein, wenn es den Menschen an sauberem Wasser mangelt.

Im Südsudan zwingen Dürre und ein Bürgerkrieg Millionen Menschen auf die Flucht. In den Teilstaaten Northern und Southern Liech haben die BewohnerInnen keinen Zugang zu sauberem Wasser, da die Brunnen durch Öl-Bohrungen verunreinigt sind und spezielle Tiefbrunnen mit sauberem Wasser im Krieg zerstört wurden. Hoffnungszeichen e.V. schafft durch die Instandsetzung der acht zerstörten Tiefbrunnen eine Lebensgrundlage für 25.000 Menschen. Denn nur wo Wasser ist, können brach liegende Felder bestellt und die Ernährungssituation verbessert werden.

Damit es den Menschen auch zukünftig nicht an sauberem Trinkwasser fehlt, werden Wasserkomitees gegründet, die in der Pflege und Instandhaltung der Brunnen geschult werden. Kampagnen informieren die Dorfbewohner im Kontext von Wasser, Hygiene und Gesundheit und sollen die Krankheitsrate in den Dörfern reduzieren. Die SKala-Initiative ermöglicht der Organisation, den Grundstein für weitere Aufbaumaßnahmen zu legen. Aktuell beträgt der humanitäre Bedarf im Südsudan 1,72 Milliarden Dollar; der Wassersektor ist zu 98 Prozent unterfinanziert.

Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung sowie Einkommens- und Ernährungssicherheit in der Region Gao, Mali

arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.

  • Vergessene Krisen

Schwierige klimatische Bedingungen, bewaffnete Auseinandersetzungen und Perspektivlosigkeit sorgen für eine angespannte Lebenssituation im Norden Malis. Arche noVa ist seit fünf Jahren in Nord-Mali aktiv und sucht nach nachhaltigen Lösungen, um zu einer Verbesserung der Lebensumstände beizutragen. Mit einem neuen Projekt konzentriert sich die internationale Organisation auf die unzureichende Trinkwasser-, Sanitär- und Hygieneinfrastruktur sowie die prekäre Nahrungsmittel- und Einkommenssicherheit in der Region Gao.

Es werden neue Brunnen und Latrinen errichtet, damit die Schulen und Gemeinden besser versorgt sind und Hygieneschulungen durchgeführt. Außerdem werden Maßnahmen zur Einkommensschaffung umgesetzt, die im Rahmen der ökologischen Gegebenheiten stattfinden. Konkret bedeutet das: eine bessere Unterstützung im Bereich Landwirtschaft und Fischerei, Ausbildungen in der Tierhilfe und der Aufbau von Impfparks.

Angewandtes Hygienewissen und die Möglichkeiten der selbstständigen Instandhaltung von Waser und Sanitäranlagen senken das Krankheitsrisiko - das bewiesen bereits Projekte in der Region. Sie zeigten auch, dass Ausbildungsangebote nachgefragt sind und die sozioökonomische Situation der Menschen verbessern. Das Besondere: Das Projekt deckt nicht eine einzelne Zielgruppe ab, sondern versucht die gesamte Gemeinde zu stabilisieren. Insgesamt sollen 22.500 Menschen erreicht werden.

Multisektorale Ernährungssicherungsmaßnahmen im Südsudan und in Norduganda 2018-2021

Deutscher Caritasverband e.V. / Caritas international

  • Vergessene Krisen

Seit 2013 tobt ein Bürgerkrieg im Südsudan, der sich zu einer der größten humanitären Krise entwickelt hat. Mehr als fünf Millionen Menschen sind einer unsicheren Ernährungssituation ausgesetzt und wissen nicht, wie sie sich und ihre Familien in den nächsten Tagen ernähren werden. Viele sind aus ihren Heimatorten geflohen und leben derzeit in Camps oder Gastgemeinden über das Land verteilt.

Das benachbarte Norduganda erfährt den größten Flüchtlingszustrom in seiner Geschichte, mehr als eine Millionen Geflüchtete suchen hier Schutz. Caritas international ist seit 2014 in der Region aktiv. Mit der SKala-Förderung wird ein Projekt in den drei am stärksten betroffenen Regionen im Südsudan und Norduganda umgesetzt. Mindestens 32.000 südsudanesischen Binnenvertriebenen, Geflüchteten und Menschen aus den Gastgemeinden kann mit dem Projekt geholfen werden.

Neben Nahrungsmitteln und Haushaltsartikeln erhalten die Menschen Saatgut und Werkzeuge, um sich nach Ablauf der Programmlaufzeit selbstständig mit Lebensmitteln zu versorgen. Zusätzlich wird 360 Jugendlichen in Norduganda eine Ausbildung ermöglicht, die ihnen und ihren Familien ein Einkommen schafft. Umgesetzt wird dies von drei Organisationen vor Ort, die bereits ähnliche Projekte mit Caritas international erfolgreich umgesetzt haben. Die SKala-Förderung ermöglicht eine Stärkung dieser lokalen Partnerorganisationen durch Schulungsmaßnahmen, programmatischen Austausch sowie individualisierte, personelle wie auch materielle Unterstützung.

(C) Bild: Caritas international

Niger – Gemeinsam Kinder vor der nächsten Hungerkatastrophe schützen

Deutsches Komitee für UNICEF e.V.

  • Vergessene Krisen
  • gefördert seit: April 2018
  • Fördersumme: 2.404.550,95 €
  • www.unicef.de

Niger hat eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten der Welt: Jedes achte Kind erlebt seinen fünften Geburtstag nicht, Mangelernährung ist für jeden dritten dieser vermeidbaren Todesfälle mitverantwortlich. UNICEF ist es in den letzten Jahren schon gelungen, Ernährungszentren in Niger aufzubauen und auch mangelernährte Kinder in abgelegen Regionen zu erreichen. Doch die Herausforderung Mangelernährung bleibt.

Das von SKala geförderte Projekt richtet sich an akut mangelernährte oder durch Mangelernährung bedrohte Kinder und ihre Eltern in den Hochrisiko-Regionen Zinder, Maradi und Diffa im Süden Nigers. UNICEF hilft bei Struktur- und Wissensaufbau in den Gesundheitsbehörden, beschafft und verteilt therapeutische Spezialnahrung an 52.000 mangelernährte Kinder und schult örtliche Gesundheitshelfer darin, die Zeichen von Mangelernährung zu erkennen und zu behandeln. Gleichzeitig werden Freiwillige ausgebildet, um Eltern in Gesundheitsfragen zu beraten und Mütter-zu-Mütter-Unterstützungsgruppen zu gründen.

Wiederholte Aufklärung zu Ernährungs- und Gesundheitsfragen sowie Hygiene und individuelle Beratung versetzen die Mütter in die Lage, ihre Säuglinge und Kleinkinder auch mit knappen Mitteln richtig und ausgewogen zu ernähren. Im Rahmen der jährlichen Malaria- Präventionskampagne werden Ernährungsscreenings durchgeführt, die landesweit rund 2,5 Millionen Kinder erreichen und die Früherkennung von Mangelernährung ermöglichen. Eine Entwurmungskampagne sowie Vitamin-A-Gaben für 274.000 Kinder verbessern zusätzlich den Zustand der Kinder und ermöglichen ihnen so ein gesundes Aufwachsen.

(C) Foto: UNICEF/DT2017-58809/Claudia Berger

Sozioökonomische Reintegration von Binnenflüchtlingen in den Gebieten von Rutshuru, Lubero, Beni und Nyiragongo (Ost-Kongo)

Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.

  • Vergessene Krisen
  • gefördert seit: Februar 2018
  • Fördersumme: 915.992,00 €
  • www.cbm.de

Etwa 13 Mio. Menschen in der Demokratischen Republik Kongo sind auf humanitäre Hilfe angewiesen - davon ca. 4,3 Mio. Binnenflüchtlinge. Seit drei Jahrzenten besteht insbesondere im Osten der Republik eine chronische humanitäre Krise, verursacht durch schwache lokale Institutionen, fehlende Infrastruktur, Armut und Angriffe bewaffneter Truppen. Besonders Menschen mit Behinderungen sind von den Krisen stark betroffen.

Die Christoffel-Blindenmission, eine etablierte internationale Entwicklungsorganisation, setzt mithilfe der SKala-Förderung ein erfolgreiches Pilotprojekt aus dem Jahr 2015 in den Regionen Ruthsuru, Lubero, Beni und Nyiragongo um. Ziel ist es, die Geflüchteten aus den Flüchtlingslagern bei einer Rückkehr in ihre Heimatgemeinden zu unterstützen.

Dies geschieht durch sehr unterschiedliche, aber ineinandergreifende Maßnahmen: So werden durch die Verteilung von Haushaltsgegenständen Anreize zur Rückkehr geschaffen und mithilfe von Spargruppen Einkommen gesichert (Kleinkredite für Geschäftsideen). Darüber hinaus werden die Rückkehrenden besser medizinisch versorgt. Das Projekt führt auch Kampagnen durch, um für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren.

Insgesamt können 6.000 Menschen in Ost-Kongo profitieren. Umgesetzt werden diese Maßnahmen durch die kongolesische Organisation HEAL Africa. Die SKala-Förderung ermöglicht zudem eine organisationale Weiterentwicklung HEAL Africas und eine bessere Vernetzung mit UN-Organisationen.

(C) Foto: CBM/Hayduk

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